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Hier findest Du immer wieder neue Gedanken und Geschichten rund um die Themen Naturpädagogik, Coaching und Waldbaden.

Lieber gemeinsam als einsam

Zusammen ist Vieles leichter! In einer Welt, die komplett vernetzt ist, musst auch Du Deine Partner finden. Egal wofür: Der Austausch über den Job, das gemeinsame Essen, Kegeln, Zusammenarbeiten - Du brauchst Partner! Als Lehrer habe ich schnell festgestellt, dass es zwei Typen in den Lehrerzimmern der Republik gibt: Die einen, die alles alleine machen, ihre eigenen Arbeitsblätter anfertigen, Unterricht für ihre Klasse und sich vorbereiten. Und die anderen, die Teamplayer, die sich gemeinsam an die Vorbereitung der Reihen machen, Material untereinander austauschen, gemeinsam Klassenarbeiten und Tests konzipieren und so voneinander profitieren. Ja, man muss sich abstimmen, muss teilen und anderen an seinem Erfolg teilhaben lassen, dafür partizipiert man aber auch dem Können und Wissen der anderen, spart Zeit und Energie für etwas Wichtigeres. Entspannung zum Beispiel, oder ein gemeinsames Kaffeetrinken.
Probiere es als aus - gemeinsam sind wir stärker! 
Kurz durchatmen

In Nordrhein-Westfalen gibt es heute Zeugnisse. Damit endet das erste Halbjahr und am Montag beginnt Teil 2. Hast Du Zeit zum Durchatmen zwischen den beiden Halbjahren? Ein freies Wochenende? Vielleicht sogar einen beweglichen Ferientag am Montag und deshalb ein "langes" Wochenende?
Pass gut auf Dich auf! Die Arbeitsbelastung war nach den Weihnachtsferien bestimmt auch bei Dir hoch, viele Konferenzen, Elterngespräche, Vorbereitungen für das zweite Halbjahr... Aber jetzt heißt es erst einmal inne zu halten, schau auf die guten Dinge im ersten Halbjahr zurück und freue Dich auf die tollen Erlebnisse, die Du mit Deinen Schülerinnen und Schülern im zweiten Halbjahr haben wirst!
Ab nach draußen - drinnen?!

Ja, ab nach draußen geht auch in Räumen! Immer wieder bin ich in Senioreneinrichtungen zu Gast und wir beschäftigen uns drinnen mit dem draußen. Besonders wichtig ist es dann, möglichst viele Sinne anzusprechen, auch für den Fall, dass bei dem Einen oder der Anderen manche Sinne eingeschränkt sind. Ein paar Felle von Fuchs, Mader und Co zum Beispiel wecken bei vielen Senioren Erinnerungen, an Fichtenzweigen zu riechen schafft Inseln, die an früher erinnern. Und natürlich lassen sich ganz toll Bilder einbinden.

Ganz alleine unterwegs?

Nein, alleine sind wir nie und wenn mal kein anderer Mensch in der Nähe ist, dann gibt es immer noch die Umwelt um uns herum! Und die ist immer da: Im Naturcoaching, aber auch im Waldbaden nutzen wir sie gemeinsam. Wir schauen uns ab, was der Wald in den Jahrhunderten seines Wachstums geschafft und geschaffen hat, finden Parallelen und Anknüpfungspunkte und machen ihn so zu unserem Teampartner bei der Suche nach neuen Wegen für unsere Herausforderungen.
Was machst Du eigentlich noch alles?

Das werde ich in der Tat oft gefragt. Oder auch: Was machst Du eigentlich nicht? Klar, ich engagiere mich ehrenamtlich, im Sportverein, im Förderkreis Lernort Natur, in der Kirchengemeinde... Und ebenfalls klar: Auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Da muss ich mit meiner Zeit haushalten, immer wieder Entscheidungen für etwas treffen und gleichzeitig gegen etwas anderes. Aber was wäre unsere Gesellschaft ohne das Ehrenamt? Wie würde sie funktionieren ohne die vielfältigen Betätigungen von Menschen, die etwas gerne machen - ohne Geld, wenn´s gut läuft für etwas Anerkennung oder ein "Danke schön!". 
Es geht natürlich auch ohne: Natürlich habe auch ich schon Ämter gehabt, für die es nicht einmal ein einfaches "Danke" gegeben hat. Aber diese Ämter habe ich nicht mehr: Viel Zeit sind in diese Aufgaben geflossen, ungezählte Abende und Wochenenden und nach 20 Jahren blieb nichts außer einem "Tschüss". Das tat weh, hat aber meine Entscheidung, das Amt aufzugeben, bestärkt und - und das ist auch wichtig - Platz gemacht für etwas Neues.
"Ich bin Dein schlechtes Gewissen..."

Hast Du auch ein schlechtes Gewissen, wenn Du Dich krankmelden musst? Die Kollegen müssen mehr arbeiten, es gibt ein kleines Chaos im System und das nur, weil Du einen kleinen Husten hast?
Schütze Dich selbst, nimm Dich und Deine Bedürfnisse ernst, werde gesund, dann bist Du für Dein Unternehmen viel wertvoller, arbeitest produktiver. Glauben wollte ich das übrigens auch nicht. Bis mich Corona übermannte - im wahrsten Sinne des Wortes. Mein einem positiven Testergebnis darf ich nicht arbeiten gehen, egal, wie gut oder schlecht es mir körperlich geht. (Und es gibt mir wirklich schlecht!) In diesem Fall aber hat jemand anderes die Entscheidung, ob ich zu Hause bleibt oder nicht, für mich getroffen, nämlich der Gesetzgeber. Wenn ER sagt, bleibt zu Hause, dann bleibe ich natürlich zu Hause.
Manchmal brauchen wir vielleicht einen inneren Gesetzgeber, der uns davon überzeugt, dass Gesundwerden wichtiger sein kann als reibungslose Betriebsabläufe.
Wie geht´s eigentlich weiter?

Einen bunten Strauß an Ausbildungen rund um den Wald und die Natur habe ich jetzt abgeschlossen, aber wie geht es weiter? Gerne würde ich das Naturcoaching und meine Waldbaden-Angebote ausbauen. Aber wie? Und für wen? Und wann und wo???
Gerade ordne ich mich neu, versuche mich neu aufzustellen, eine Zielgruppe zu definieren und freue mich da über ein tolles Hilfsangebot von außen. Ich habe gerade einen Strategieworkshop gebucht und bin gespannt, was es da Neues für mich gibt.
Wenn´s soweit ist, lest Ihr es hier!
Waldbaden für Kolleginnen und Kollegen

Raus aus dem Schulalltag, rein in den Wald: So war die Veranstaltung Ende Oktober für zehn Lehrerinnen und Lehrer überschrieben. Ein wahrer Wettlauf um die begrenzten Plätze hatte vorher im Lehrerzimmer stattgefunden, denn jeder wollte einmal dieses "Waldbaden" ausprobieren. Zwei Stunden lang standen an diesem Freitagnachmittag dann nicht Mathe, Chemie und Englisch auf dem Stundenplan, sondern Achtsamkeit, ShinrinYoku und Entspannung. Zur Einstimmung gab es einen kurzen Impuls zu den fünf Säulen der Achtsamkeit. Dann zog sich eine schlendernde Schlage - die meisten Teilnehmenden waren barfuß - über einen Waldweg. Auf einem kurzen Stück Straße wurden schon die ersten Erfahrungen mit unterschiedlichen Untergründen gemacht, dann ging es in einen schönen Buchenwald.
Augen-QiGong, schweigend gemeinsam ein Kunstwerk bauen, Stille genießen aber auch aushalten - diese und einige weitere Übungen brachten die Kolleginnen und Kollegen immer weiter weg vom Schulalltag und immer näher an die Entspannung. Und wer wollte, der konnte natürlich - im Rahmen einer Meditation - auch noch "seinen" Baum umarmen.
Nach fast drei Stunden endete der Nachmittag dann entspannt bei Kaffee und Plätzchen und ein sonniges Wochenende konnte beginnen.

Auf der Suche nach der Freiheit

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie biete ich für ein Jugend- und Familienbildungswerk in jeden Ferien geführte Waldspaziergänge für Familien an. Entstanden ist die Idee vor den Sommerferien 2020, vor allem für Familien, die wegen der Pandemie nicht in den Sommerurlaub fahren können. Geplant hatte ich drei Termine, am Ende war ich sechsmal mit jeweils zehn bis zwölf Spaziergängern im Wald. Seitdem ist die Nachfrage etwas abgeflacht, aber ich bin noch immer gerne mit Familien im Wald unterwegs. 
Woher kommt diese Nachfrage? 
Ich glaube, dass es eine Mischung ist zwischen "Ich kann meinen Kindern die Natur nicht selber erklären, schön, dass es dieses Angebot gibt" und "Wald ist immer gut und abends sind die Kinder müde". Beides stimmt und weiteres trifft den Kern - finde ich. Das Wissen im Baumarten und Tiere des Waldes nimmt immer weiter ab. Unsere Eltern konnten uns noch erklären, was in der Natur passiert, viele Eltern heute können es nicht mehr - würden es aber gerne können.
Der Jagdschein, die umfangreiche Ausbildung in Flora und Faune, Ökosystem und juristischem Wissen, hat bei die mir Grundlage gelegt, für das Wissen, das ist gerne weitergebe.